Die beiden Symbole der EU
und die beiden Logos der IG-EuroVision
Der aus zwölf goldenen Sternen gebildete Kreis auf blauem Grund wurde 1955 als hoheitliches Zeichen zunächst vom Europarat beschlossen. Offiziell wurde damit keine besondere Bedeutung verbunden. 1983 übernahm das Europaparlament das Zeichen zur Flagge, seit 1986 gilt diese für die EG und dann auch für die EU. Das Symbol ist kulturgeschichtlich aber tiefgründiger zu verstehen; es kann wichtige spirituelle Dimensionen Europas beleuchten.

Mit der Hymne - 1972 wiederum vom Europarat angenommen, gilt sie seit 1986 auch für die EG/EU - kommt eine Kulmination des mitteleuropäischen Geisteslebens zum Tragen: Das Thema des 4. Satzes der IX. Symphonie Ludwig van Beethovens (1823) zu den Worten von Friedrich Schillers Ode an die Freude (1785), dem Hohen Lied auf die menschheitsbildende Idee der Brüderlichkeit - dem bis heute am meisten vernachlässigten Ideal der Trias von 1789.

Mit ihrem einen Logo knüpft die IG EuroVision unmittelbar an das Sternensymbol der EU an, stellt aber in das leere Feld in der Mitte des Kreises ein viergliedriges Zeichen - den mittleren Vokal des Alphabets, des Buchstabens für zahlreiche Aspekte des geistigen Menschen, auch ein Bild für »Heilsam ist nur, wenn im Spiegel der Menschenseele sich bildet die ganze Gemeinschaft und in der Gemeinschaft lebet der Einzelseele Kraft.« (Rudolf Steiner, Motto für Sozialethik)
Dieses Zeichen transponiert die plastische Architektur des MEDIANUM-Baukörpers in das graphische Symbol des viergliedrigen sozialen Organismus als des menschheitlich-globalen Gesamtkunstwerks, paradigmatisch dargestellt am Beispiel der Bauhütte »Europa im 21. Jahrhundert«.