Die 3 Farben des 1. Mai: Eine frohe Botschaft zum »Tag der Arbeit« 2007
»Was ist die Antwort auf den Kapitalismus?«, diese »Bedürfnis-Erzeugungs-Und-Befriedigungsmaschine«, wie er dieses Wirtschaftssystem nennt, das nach dem Scheitern des »Kommunismus« seit 1989 die ganze Welt im Würgegriff hält? So Tonys Sonntagsfrage [am 29. April], nachdem er so allerlei darüber spekuliert hat, was seiner Meinung nach »die Menschen« angeblich »wollen«. Wie er denken viele Zeitgenoss/inn/en, vielleicht sogar die schweigende Mehrheit – weltweit.
Und ein paar Hunderttausend mag’s sogar geben, die trotz allem mit ihm auch noch immer der Ansicht sind, »die Marxsche Analyse des Kapitalismus« sei »so aktuell wie vor 150 Jahren«, und auch die Parole „Proletarier aller Länder vereinigt Euch!“ sei nach wie vor »brandaktuell«.
Dieser Mangel an einer Wissenschaft als Utopie, als Entwurf einer Alternative zum Kapitalismus »à la hauteur des principes« [Karl Marx, Zur Hegelschen Rechtsphilosophie], er wurde zum Einfallstor der totalitären Ideen der »Diktatur des Proletariats«, wie sie sich im »kommunistischen Machtsystem« [Ota Sik] der Lenins, der Stalins, der Maos und all ihrer Adepten verwirklicht hatten. Der Marxismus war genuin transformationsunfähig, wenn es um das Ziel einer humanistischen Perspektive der Freiheit und der Demokratie im Sozialismus gehen sollte. [Wie es gekommen ist, dass der letzte der Sowjetführer, Michail Gorbatschow, mit seinen beiden Ideen »perestroika« und »glasnost« statt zum großen Transformator schließlich nicht nur zum Liquidator des Totalitarismus, sondern auch zum entscheidenden Steigbügelhalter für die globale Inthronisation des Kapitalismus wurde – ein Vorgang, der weltgeschichtlich wesentlich mit dem »deutschen 9. November«, dem Fall der Mauer in Berlin zu tun hat – ist weitgehend noch unaufgeklärt, kann aber an dieser Stelle nicht weiter erörtert werden.]
Obwohl Tony einerseits noch meint, das Postulat der weltweiten Vereinigung des Proletariats sei noch immer »brandaktuell«, mündet seine Hoffnung andererseits in dem ernüchternden Urteil, die Proletarier selbst würden ihrer Wohlstandsverblendung wegen verhindern, »die Bourgoisie hinwegzufegen«. Also Hoffnung = Illusion?
Was ist die Antwort auf den Kapitalismus? »Ich weiß es nicht, ich bin noch auf der Suche. Bis ich weiß, wie man den Kapitalismus abschafft«, lässt uns Tony wissen, werde er »dafür kämpfen, ihn so gut es geht im Zaun [sic!] zu halten.« - Lieber Tony und alle die Ihr denkt, empfindet und wollt wie er! Das wäre zu wenig! Mehr ist nötig und möglich! Aber wie? Durch zeitgemäße »Hexerei«, wie es einem »offenbaren Geheimnis« ziemt …
Wenn wir uns nicht mehr täuschen lassen und keinen Illusionen mehr nachhängen, dann werden wir erkennen:
Es ist die wichtigste Aufgabe unseres Zeitalters, das kapitalistische Wirtschaftssystem durch ein freies, demokratisches und sozialistisches, durch eines des »dritten Weges« zu ersetzen!
Frage: Woran aber liegt es, dass auch
die allermeisten derjenigen, welche das kapitalistische Wirtschaftssystem nicht verteidigen, sondern überwinden wollen, keine ausreichende Vorstellung über eine zeitgemäße Alternative haben? Und auch meist ratlos sind in der Frage des politischen Weges zum Erreichen dieses Zieles – obwohl doch, jedenfalls im Erkennen, beide Probleme als gelöst erfahren werden können?
Antwort: Seit wir mit dem worldwideweb im Prinzip die Möglichkeit haben, jedenfalls für solche Fragen wie die gestellten relativ einfach und sozusagen frei Haus alle erforderlichen Informationen zu beziehen, um die richtigen Antworten zu finden – sie sind im Internet vollständig verfügbar! –, liegt es ausschließlich am Einzelnen, mit der Fähigkeit seines Denkens das entsprechende »Informationsangebot« aufzusuchen und es gewissenhaft zu prüfen.
Konsequenz: Das nebenstehende »Lesebuch« bietet dafür die hinreichenden Materialien. Angenommen, die Prüfung würde ergeben, dass die Hypothese stimmt, dann ist für den Rest nur noch nötig, dass sich die demokratische Mehrheit bildet und durch die dreistufige Volksgesetzgebung die erforderlichen Gesetze für den Systemwandel beschließt. Wie dieser Hase läuft: siehe www.ig-eurovision.net und www.volksgesetzgebung-jetzt.de [für A: at]
Weitere Informationen zum »Lesebuch« auf der Homepage ig-eurovision.net und wie man zur demokratischen Mehrheitsbildung kommt: volksgesetzgebung-jetzt.de und volksgesetzgebung-jetzt.at
Verfasst von Wilfried Heidt und Gerhard Schuster
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Kommentare
Trackbacks
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zapata33 | Auftakt zum 1. Mai
pingbacked Veröffentlicht am 1. Mai 2007 um 16:14
[…] Ich blogge ja schon etwas länger: Einerseits im Newsblog der Initiative “Volksgesetzgebung jetzt!” und vor kurzen haben wir für die IG-EuroVision, deren Mitarbeiter ich bin, das EuroVisionBlog eingerichtet. In letzterem haben wir (Wilfried Heidt und ich) heute Nacht - Schlag zwölf -eine “frohe Botschaft zum Tag der Arbeit 2007″ gepostet! Mit dem Hinweis darauf möchte ich hier auf zapata33.com loslegen… […]
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EuroVisionBlog | Revolution der Begriffe - Evolution der Gesellschaft *
pingbacked Veröffentlicht am 5. Mai 2007 um 20:59
[…] Wenn ich darauf verweise - ein Teil dieser Publikationen ist inzwischen auch im Internet als pdf [aus dem Lesebuch “Für eine Welt nach dem Maß des Menschen” die Kapitel I, III und VI . dann das Buch “Die Chance der Befreiung“ sowie hier im Weblog “Die 3 Farben des 1. Mai …“] abrufbar -, so will ich Dich nicht abbringen von der Meinung, Du selbst brauchtest keinen “neuen Arbeitsbegriff”, weil Du ja im Bewusstsein ohnehin bereits eine Dich befriedigende Anschauung dazu gefunden hast. Ich informiere Dich über meine und einige meiner Freunde Arbeitsergebnisse lediglich für den Fall, dass Du vielleicht doch neugierig geworden sein könntest, mehr darüber zu erfahren - um es zu prüfen … […]
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zapata33 | Zivilgesellschaft 2.0
pingbacked Veröffentlicht am 11. Mai 2007 um 18:02
[…] 2. Eine Notwendigkeit zur Bildung einer starken Einheit in der Vielfalt, ist dabei die gegenseitige Wahrnehmung der jeweiligen Inhalte und Gedanken, um sich mit ihnen ins Verhältnis setzen zu können. Und dies nicht nur im engeren Umfeld, sondern - da es sich bei immer mehr zivilgesellschaftlichen Arbeitsfeldern um europäische oder sogar globale, gesamtmenschheitliche Angelegenheiten handelt - so umfassend wie möglich. Seit es das WorldWideWeb gibt, steht dem im Prinzip nichts mehr im Wege und es liegt nur noch an jedem Einzelnen selbst, die verschiedenen Inhalte aufzusuchen und gewissenhaft zu prüfen [siehe auch, was Wilfried Heidt und ich dazu im EuroVisionBlog publiziert haben: Die 3 Farben des 1. Mai: Eine frohe Botschaft zum »Tag der Arbeit« 2007]. […]
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zapata33 | Der Papst als Drogendealer? Nichts Neues. Aber wie lange noch?
pingbacked Veröffentlicht am 15. Mai 2007 um 13:02
[…] Er ist im Vatikan gewiss nicht unbekannt. Wir müssen aber nicht warten, bis wir ihn von dort erfahren. Jedermensch kann ihn im Netz finden! Und alles, was nötig ist zu tun, um ihn politisch und gesellschaftlich zu verwirklichen, steht auch im Netz zur Verfügung (www.volksgesetzgebung-jetzt.at und www.volksgesetzgebung-jetzt.de). “Prüfet alles und das Beste behaltet” (Apostel Paulus). “Seid aber Täter des Wortes und nicht Hörer allein” (Apostel Jakobus). […]

Danke für diese Antwort, schön das sich jemand mit meinen Gedanken auseinandergesetzt hat
Meine Bedenken sind ganz einfach: wenn man eine Alternative zum Kapitalismus anbieten will, dann muß diese der Mehrheit eindeutig als die bessere Wahl einleuchten, dann muß diese Alternative im direkter Konkurrenz zum Kapitalismus besser abschneiden. Und das sehe ich einfach nicht - zumindest nicht in (West-)Europa. Alternativen werden evtl. in Südamerika oder in Asien angenommen, aber hier geht es den Menschen nicht schlecht genug, die Leute haben einfach nicht “die Schnauze voll genug” vom Kapitalismus.
Lieber Tony,
es freut uns sehr, dass Du Dich gemeldet hast. Deine Bedenken, die Du jetzt nochmals wiederholst, verstehen wir gut und haben sie auch in Deinem Beitrag “Die Menschen wollen keine Lösungen …” schon verstanden. Was wir Dir in zweifacher Weise als Lösung angeboten haben, ist das, was jetzt genau zu prüfen wäre. Das ist ja noch nicht geschehen. (Wir haben in der Zwischenzeit einige Auswahlkapitel aus dem Buch “Für eine Welt nach dem Maß des Menschen” als pdf-eBook verlinkt.)
Ob dieses Angebot der Perspektive eines “Dritten Weges” als “Konkurrenz zum Kapitalismus” überzeugt? Das wirst Du beantworten können, wenn Du die Ideen aufgenommen und auch einige Zeit mit Dir herumgetragen hast. Überzeugt es Dich, dann bist Du gewiss nicht der 1. Mensch, der weiß: “Es gibt die Lösung”. Denn derer sind schon viele, aber noch viel zu wenige. Denn es handelt sich bei dieser Sache selbstredend um das umfassendste Aufklärungsprojekt in der Geschichte der Menschheit.
Alle “Aufgeklärten” müssen sich dann aber auch noch vereinigen. Dazu brauchen wir das zweite Element, auf das wir hingewiesen haben: Die dreistufige Volksgesetzgebung - ohne sie läuft der Hase nicht!
Also das ist der Weg, wodurch neue Ideen, neue Angebote so zu den Köpfen und Herzen der Menschen gelangen werden, dass diese zusammenklingen können (anstatt immer nur aufeinander zu schlagen, wie dies in dem allgegenwärtigen Meinungspingpong heute noch weitgehend geschieht). Also durch den Gesetzgebungsprozess der direkten Demokratie werden die Menschen in größtmöglicher Zahl das Neue aufnehmen, um es dann in ihrem Bewusstsein zu bewegen. Sie werden dies mit umso mehr Tiefe tun, als sie ja aufgerufen sind, im Volksentscheid zu beschließen.
Das ist das, wofür wir uns vereinen müssen, nicht als Proletarier, wie im 19. Jahrhundert, sondern als Demokraten. Hier in den Blogs, im worldwideweb, wo wir ja so fantastische Möglichkeiten haben, wenn wir nur wollen in Austausch zu kommen. Damit können wir beginnen, diese neue, zeitgemäße Form der Revolution zu praktizieren, die im Denken beginnt und die dann immer mehr zur Veränderung des ganzen Lebens beitragen wird, je mehr Menschen sich darauf einlassen, ihr gemeinsames Denken gegenseitig wahrzunehmen.
Der erste Schritt muss sein, die demokratischen Verhältnisse auf das Fundament der dreistufigen Volksgesetzgebung zu stellen - als der wahren Verwirklichung der Selbstbestimmung im Recht.
So Du Dich auf unsere Anregungen einlassen willst, freuen wir uns, weiteres von Dir hören
Mit besten Grüßen
Wilfried Heidt und Gerhard Schuster
In dem Abschnitt unter dem Titelbild der wie folgt beginnt:
“Antwort: Seit wir mit dem worldwideweb…”
fehlen zwei Verlinkungen
a) bei “frei Haus” fehlt die Bestellmöglichkeit
und bei
b) …”die richtigen Antworten”… die entsprechenden Hinweis-Links
bitte noch verbessern
@ Maria:
Wir haben uns gedacht, wir bündeln die verschiedenen Links (zu IG-EuroVision und Volksgesetzgebung) alle im Beitrag unten.
Dort findest Du z.B auch den Link zu Auswahlkapiteln des zitierten Lesebuches (dort dann inkl. Bestellmöglichkeit des Buches)
Jedenfalls vielen Dank für Dein genaues Lesen und Studieren der Dinge!
Mit besten Grüßen
Gerhard Schuster