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Tag-Archiv

Das ist eine Liste aller Beiträge, die mit medienkritik getaggt wurden:

Von dem Ereignis, als Horst Köhler verhext wurde!

Wie die ARD das Thema der “Direkten Demokratie” ins Abseits manövrierte.

In der vergangen Woche löste eine Aussage des deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler ein mittleres Rauschen im Blätterwald der Printmedien wie im Klickdschungel der Blogossphäre aus:

“… ich glaube, dass es kein schlechtes Modell wäre, den Bundespräsidenten direkt zu wählen. Vielleicht sogar für nur eine Periode von sieben oder acht Jahren. Dann ist auch das Gerangel um die Wiederwahl, das immer auch politische, sozusagen koalitionspolitische Elemente hat, ein bisschen eingegrenzt.”

Durchgängig wurden diese Aussagen, die Horst Köhler bei der Abschieds-Sendung der ARD-Talkmasterin Sabine Christiansen von sich gab, als “Plädoyer” oder gar als Handlungsvorschlag für die Verhältnisse in Deutschland wiedergegeben: “Köhler plädiert für Direktwahl des Präsidenten“, “Köhler für Direktwahl des Bundespräsidenten” oder - um noch über Köhlers Befindlichkeit zu spekulieren: “Köhlers Frust-Vorstoß“. Auch die Tagesschau machte hier keine Ausnahme. Doch dabei blieb es nicht:

Als nächstes wurden Ländervergleiche angestellt, Parteien und ihre Vertreter meldeten sich zu Wort, unterstützt von Staatsrechtlern und Politikwissenschaftlern. Auch in den Blogs war es nicht viel anders: Der Bundespräsident rede dem Volk “nach dem Mund“, Linkspartei und FDP sprangen ihm schnell zur Seite; er habe mit seinem Vorschlag ganz recht.

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Offener Brief an Maybrit Illner: So geht’s nicht!

Zur Sendung: “Geld fürs Nichtstun - Wie gerecht ist ein Grundeinkommen für alle?”

Sehr geehrte Frau Illner,

kritisiert zu werden ist gelegentlich unangenehm. Deshalb wird meine Zuschrift - falls sie Sie überhaupt erreichen und nicht in Ihrer Redaktion gleich aussortiert werden wird - vielleicht eine von dieser Art sein.

Da Sie selbst für die Korrespondenz mit Ihnen gleich das freie Wort an Auflagen binden und mitteilen, man solle seine “Frage möglichst kurz und prägnant” formulieren “und die mögliche Antwort [solle] viele Zuschauer interessieren” [siehe Infobox auf Illners Seite] - womit Sie gleich zu erkennen geben, dass Sie, allwissend, auch wissen, was “viele Zuschauer” interessiert bzw. nicht interessiert, will ich gleich gar nicht anfangen mit einer Äußerung zum Thema Ihrer Sendung, sondern in dieser Hinsicht auf jene unkonventionellen Gedanken zum Stichwort “Grundeinkommen” hinweisen, die Sie z. B. - als zum Meditieren (= Besinnen) empfohlen - im Netz finden unter www.ig-eurovision.net/weblog (Beitrag zu Dirk Niebel) und www.zapata33.com (Beitrag Die Diskussion um das Grundeinkommen). Ein bloßes Meinungspingpong halte ich für der Sache “Urteilsbildung” über neue Idee der gesellschaftlichen Entwicklung nicht dienlich. Damit bin ich beim Punkt der Kritik an Ihrer Sendung vom 3. 5. 2007.

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